Hiragana in Kürze

Hiragana sind eine der beiden japanischen Silbenschriften, neben den Katakana. Jedes Zeichen steht für eine Silbe wie か (ka) oder し (shi) oder für einen Vokal wie あ (a). Es gibt 46 Grundzeichen. Mit zwei kleinen Zusatzzeichen, Dakuten (゛) und Handakuten (゜), werden daraus 25 weitere, und mit den kleinen ゃ, ゅ und ょ entstehen Silben wie きょ (kyo).

Hiragana sind auch die Schrift, die dir am häufigsten begegnet. Wir haben die Zeichen in 448.939 japanischen Sätzen gezählt: In Alltagssätzen sind 64 % aller Schriftzeichen Hiragana, in Nachrichten und auf Wikipedia rund 41 %. Das ist mehr als der Anteil der Kanji (29 bis 37 %). Hiragana stehen in Partikeln wie は, を und に, in Verbendungen wie bei 食べました (tabemashita, „habe gegessen“), in Wörtern ohne Kanji und als Furigana, der kleinen Lesehilfe über schwierigen Kanji.

Einmal durchgehen kannst du die 46 Zeichen an einem Tag. Sie sicher zu behalten dauert länger: Rechne mit zwei Wochen kurzer Wiederholungen. Hier findest du die komplette Tabelle, die Aussprache aus deutscher Sicht, die Reihenfolge, mit der du am schnellsten lesen kannst, und einen 14-Tage-Plan, der die Wiederholungen für dich einteilt.

Die Hiragana-Tabelle: alle 46 Grundzeichen

Gelesen wird die Tabelle Zeile für Zeile, so wie im japanischen Wörterbuch: zuerst die fünf Vokale, dann die Silben mit k, s, t, n, h, m, y, r und w, am Ende ん.

Zeileaiueo
Vokaleあ aい iう uえ eお o
kか kaき kiく kuけ keこ ko
sさ saし shiす suせ seそ so
tた taち chiつ tsuて teと to
nな naに niぬ nuね neの no
hは haひ hiふ fuへ heほ ho
mま maみ miむ muめ meも mo
yや yaゆ yuよ yo
rら raり riる ruれ reろ ro
wわ waを o
nん n

Ein paar Silben fallen aus dem Muster: Es heißt shi, chi, tsu und fu statt si, ti, tu und hu. Die Lücken in der y- und w-Zeile sind kein Fehler, diese Silben gibt es im heutigen Japanisch nicht. Zwei alte Zeichen, ゐ (wi) und ゑ (we), stehen noch in manchen Tabellen. In unserer Zählung kamen sie zusammen 45-mal unter 6 Millionen Hiragana vor. Du kannst sie überspringen.

Dakuten und Handakuten: 25 Zeichen mehr

Zwei kleine Striche (゛, Dakuten) machen aus einem stimmlosen Laut einen stimmhaften: k wird zu g, s zu z, t zu d, h zu b. Ein kleiner Kreis (゜, Handakuten) macht aus h ein p. Neue Formen musst du dafür nicht lernen, nur die Regel.

Zeileaiueo
gが gaぎ giぐ guげ geご go
zざ zaじ jiず zuぜ zeぞ zo
dだ daぢ jiづ zuで deど do
bば baび biぶ buべ beぼ bo
pぱ paぴ piぷ puぺ peぽ po

ぢ und づ klingen wie じ und ず und sind selten: ぢ kam in unseren Texten nur 30-mal vor. Mit で (de) und が (ga) gehören dagegen zwei Zeichen mit Dakuten zu den zwölf häufigsten Hiragana überhaupt.

Kombinationen, kleines っ und lange Vokale

Steht ein kleines ゃ, ゅ oder ょ hinter einem Zeichen der i-Spalte, verschmelzen beide zu einer Silbe: き und ょ werden zu きょ (kyo), し und ゃ zu しゃ (sha), ち und ゅ zu ちゅ (chu). So entstehen 33 gängige Kombinationen. Ein kleines っ verdoppelt den folgenden Konsonanten: がっこう (gakkō, Schule) sprichst du „ga“, kurze Pause, „kkō“. Das kleine っ ist übrigens das 14. häufigste Hiragana.

Lange Vokale schreibt man mit einem zweiten Vokal: おかあさん (okāsan, Mutter), すうがく (sūgaku, Mathematik). Und drei Zeichen werden als Partikel anders gelesen: は als „wa“, へ als „e“ und を als „o“. Wenn du こんにちは liest, sagst du also „konnichiwa“.

Aussprache: die typischen Fallen für Deutschsprachige

Die lateinische Umschrift in den Tabellen folgt dem Hepburn-System. Es ist auf englische Leser zugeschnitten, und genau das ist das Problem: Viele Buchstaben klingen anders, als du sie auf Deutsch lesen würdest. Selbst die deutsche Wikipedia nennt Hepburn als Aussprachehilfe für Deutsch-Muttersprachler nur bedingt geeignet. Die wichtigsten Unterschiede:

UmschriftSo klingt esBeispiel
zstimmhaftes s wie in „Sonne“ざ za
sstimmloses s wie in „Masse“, nie wie in „Sonne“さ sa
tswie das deutsche z in „Zaun“つ tsu
ywie das deutsche j in „Jacke“や ya
jwie dsch in „Dschungel“じ ji
sh, chungefähr wie sch und tschし shi, ち chi
fzwischen h und f, Luft durch fast geschlossene Lippenふ fu
rein kurzer Schlag mit der Zungenspitze, kein Rachen-rら ra
uohne runde Lippen, zwischen stimmlosen Lauten und am Wortende oft kaum hörbarです desu, klingt fast wie „dess“
eifast wie ein langes e, nicht wie „ai“せんせい sensei (Lehrer)
iezwei Vokale, i und e, kein langes iいえ ie (Haus)
Doppelkonsonantder Konsonant selbst wird lang, mit kurzer Pause davorがっこう gakkō

Die Umschrift ist also nur eine Krücke für den ersten Tag. Eine Studie mit 61 Anfängern fand keinen Vorteil darin, japanische Wörter zusätzlich in Rōmaji zu zeigen. Wer dagegen mehr mit den Tonaufnahmen übte, behielt mehr Wörter (Okuyama, 2007). Hör dir die Zeichen deshalb an, statt dich an den lateinischen Buchstaben festzuhalten.

Welche Hiragana am häufigsten vorkommen

Jede Tabelle beginnt mit あいうえお. Für Wörterbücher ist das praktisch, fürs Lesen nicht. Wir wollten wissen, welche Hiragana in echten Texten wirklich vorkommen, und haben sie gezählt: in 248.939 Alltagssätzen von Tatoeba sowie in je 100.000 Sätzen aus Nachrichten (2020) und aus Wikipedia (2021) der Leipzig Corpora Collection. Zusammen sind das 6.036.034 Hiragana.

Balkendiagramm: die 20 häufigsten Hiragana im geschriebenen Japanisch; の (no) führt mit 7,66 % aller Hiragana vor い, に, は und た (Mittelwert aus drei Korpora, 6,0 Millionen Hiragana).

Die 20 häufigsten Hiragana, Mittelwert aus drei Korpora. Daten: Tatoeba (248.939 Sätze, CC BY 2.0 FR), Leipzig Corpora Collection (Nachrichten 2020 und Wikipedia 2021, je 100.000 Sätze); Berechnung Mindomax, 23.10.2026. Grafik: Mindomax.

Das Ergebnis ist sehr ungleich verteilt. の (no), vor allem die Partikel für Zugehörigkeit, macht allein 7,66 % aller Hiragana aus. Die zehn häufigsten Zeichen decken 46 bis 53 % ab, die 20 häufigsten 72 bis 77 %, je nach Textsorte. Die Vokalzeile あいうえお, mit der jedes Lehrbuch anfängt, kommt zusammen nur auf 9,4 %. え und お liegen sogar unter 0,7 %.

Am anderen Ende stehen ぬ (0,02 %), ふ (0,04 %), ゆ (0,05 %), ひ (0,07 %) und む (0,11 %). Das heißt nicht, dass du sie weglassen kannst, du brauchst alle 46. Es heißt aber, dass du mit den häufigen Zeichen viel früher etwas lesen kannst. Eine Einschränkung: Wir haben Zeichen gezählt, keine Wörter, und Nachrichten und Wikipedia enthalten mehr Kanji als ein Gespräch.

Nach Häufigkeit statt nach Tabelle lernen

Was bringt die andere Reihenfolge? Wir haben beide Wege durchgerechnet, jeweils mit sieben neuen Zeichen pro Tag. Gemessen haben wir, welcher Anteil der Hiragana eines echten Textes danach für dich kein Rätsel mehr ist.

Liniendiagramm: Wer die Hiragana nach Häufigkeit lernt, erkennt nach Tag 1 schon 36,7 % der Hiragana eines Textes, nach der Tabellen-Reihenfolge nur 12,8 %; nach Tag 3 sind es 71,8 gegen 44,1 %, an Tag 7 treffen sich beide Linien bei 85,8 %.

Gleicher Aufwand, am ersten Tag fast dreimal so viel erkannt. Mittelwert aus drei Korpora, Abweichung zwischen den Korpora höchstens 5,5 Punkte; Berechnung Mindomax, 23.10.2026. Grafik: Mindomax.

Nach dem ersten Tag erkennst du in der Reihenfolge nach Häufigkeit 36,7 % der Hiragana eines Textes, in der Reihenfolge der Tabelle nur 12,8 %. Nach drei Tagen sind es 71,8 gegen 44,1 %. An Tag 7 treffen sich beide Wege bei 85,8 %, denn dann kennst du alle 46 Grundzeichen. Mit den Dakuten-Zeichen an Tag 8 sind es 97,3 %. Der Aufwand ist gleich, aber du siehst früher Erfolge: Schon in der ersten Woche erkennst du Partikel und Endungen in echten Sätzen. Ein Zeichen zu erkennen heißt natürlich noch nicht, das Wort zu verstehen.

Der 14-Tage-Plan

Der Plan nimmt jeden Tag bis zu sieben neue Zeichen in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit dazu und wiederholt die alten nach einem, drei und sieben Tagen. Plane dafür etwa 15 bis 20 Minuten am Tag ein. Wenn du mit einer Karteikarten-App lernst, übernimmt sie die Termine für dich. Wie das Prinzip funktioniert, erklärt unser Artikel über Spaced Repetition.

TagNeue ZeichenWiederholenDas erkennst du danach
1の い に は た る し-36,7 % der Hiragana eines Textes
2を て と な す れ かTag 159,7 %
3ま ら も こ り う さTag 271,8 %
4あ く よ き ん そ けTag 1 und 379,5 %
5め え つ お や ち わTag 2 und 483,8 %
6せ み ろ ほ へ ね むTag 3 und 585,6 %
7ひ ゆ ふ ぬTag 4 und 685,8 %, alle 46 Grundzeichen
8die 25 Zeichen mit Dakuten und Handakuten (が, ざ, だ, ば, ぱ ...)Tag 1, 5 und 797,3 %
9kleines っ und ゃ, ゅ, ょTag 2, 6 und 8praktisch alle Hiragana
10-Tag 3, 7 und 9erste kurze Sätze
11-Tag 4 und 8-
12-Tag 5 und 9-
13-Tag 6-
14Abschlusstest: alle Zeichen gemischtTag 7 und alle Fehler-

Zwei Regeln machen den Plan wirksam. Erstens: Schau nicht nur hin, sondern frag dich ab. Deck die Umschrift ab, sag den Laut und prüf erst dann. Zweitens: Lass keinen Wiederholungstag aus, auch wenn es nur fünf Minuten sind. Was du falsch hattest, kommt am nächsten Tag noch einmal dran. Für den Test an Tag 14 reicht jedes Quiz, das die Zeichen in zufälliger Reihenfolge abfragt.

So sehen gute Karten aus: Vorne steht nur das Zeichen, hinten die Umschrift, am besten mit Ton, und ein kurzes Wort, in dem das Zeichen vorkommt, etwa ねこ (neko, Katze) für ね. Sobald du die Zeichen sicher erkennst, nimm ein paar Karten in die andere Richtung dazu, also vom Laut zum Zeichen. Wenn du auch schreiben willst, schreib die Antwort einmal auf Papier, bevor du die Karte umdrehst.

Warum Wiederholen mehr bringt als jede Eselsbrücke

Eselsbrücken helfen, ein Zeichen zum ersten Mal zu behalten. Ohne Wiederholung halten sie aber nicht lange. In einer kleinen Studie lernten 21 Erwachsene zehn Hiragana, fünf davon mit einem Bild als Merkhilfe. Direkt danach erkannten sie im Schnitt 4,29 von 5 Bild-Zeichen, zwei Wochen später nur noch 1,24. Bei den Zeichen ohne Bild fiel der Wert von 1,43 auf 0,14 (Thompson und Wakefield, 1996). Die Bilder halfen also deutlich, vergessen wurde trotzdem. Die Studie ist klein und wurde nicht begutachtet, die Richtung passt aber zu größeren Untersuchungen.

Wer sich selbst abfragt, behält mehr als jemand, der nur noch einmal liest. In einem Versuch mit Fremdsprachen-Vokabeln brachte wiederholtes Lesen nach dem ersten Lernen für das spätere Erinnern nichts, wiederholtes Abfragen dagegen viel (Karpicke und Roediger, 2008). Eine Auswertung von 317 Experimenten aus 184 Fachartikeln zeigt außerdem: Verteilt gelernt hält länger als am Stück gelernt (Cepeda und Kollegen, 2006). Genau das macht der Plan: abfragen und über die Tage verteilen. Weitere Methoden, nach Studien sortiert, findest du in unserem Überblick über Lernmethoden.

Auch Ton und Bewegung helfen. Lernende, die zu jedem Zeichen den Laut hörten und die Strichfolge als Animation sahen, lernten etwa doppelt so schnell, die Hiragana wiederzuerkennen, wie eine Gruppe mit Papiermaterial (Geraghty und Quinn, 2009).

Hiragana, die sich ähneln

Ein paar Zeichen werden fast immer verwechselt. Lern sie bewusst gegeneinander, am besten mit einer eigenen Karteikarte, auf der beide Zeichen stehen.

ZeichenSo unterscheidest du sie
さ sa und ち chigespiegelt: Der untere Bogen von さ öffnet sich nach rechts wie ein c, der von ち nach links wie eine 5
き ki und さ saき hat zwei Querstriche, さ nur einen
ぬ nu und め meぬ endet unten rechts mit einer kleinen Schlaufe, め nicht
ね ne, れ re und わ wagleicher Anfang: ね endet mit Schlaufe, れ mit einem Haken nach außen, わ mit einem runden Bogen
る ru und ろ roる hat unten eine Schlaufe, ろ ist offen
は ha, ほ ho und ま maは hat rechts einen Querstrich, ほ zwei, ま zwei Querstriche, aber keinen Strich links
い i und り ribei り ist der rechte Strich viel länger
こ ko und に niに hat links einen zusätzlichen senkrechten Strich
う u und つ tsuう hat oben einen kurzen Strich, つ nicht
あ a und お oお hat rechts oben einen einzelnen Punkt
く ku und へ heく ist eine Spitze nach links, へ ein flaches Dach

Apps und Hilfen zum Üben

Eine Tabelle auf Papier reicht zum Lernen, aber nicht zum Wiederholen im richtigen Moment. Diese sechs Hilfen haben wir am 23.10.2026 im deutschen App Store und bei Google Play geprüft, mit den Preisen, die dort stehen.

HilfeWofürPreisGrenze
Anki (AnkiDroid)Karteikarten mit verteilter Wiederholung für Computer und Android, dazu geteilte Stapel anderer Nutzerkostenlos; AnkiMobile fürs iPhone 29,99 € (Stand: 23.10.2026)schlicht, die Einrichtung kostet etwas Zeit; die iPhone-App wurde seit September 2025 nicht aktualisiert
renshuuumfassende Japanisch-App: Kana, Vokabeln, Kanji, Grammatik, Quizkostenlos ohne Limit; Pro-Abo ab 3,99 € (Stand: 23.10.2026)nur auf Englisch
RoboKanaHiragana, Katakana und Kanji mit dem Finger schreiben, mit Rückmeldung zu Strichfolge und Richtung, auf DeutschDownload kostenlos; Kana freischalten 3,99 €, alles 7,99 €, einmalig (Stand: 23.10.2026)nur für iPhone und iPad, ab iOS 17
Mindomaxmacht per KI Karteikarten aus Text, Bildern oder PDFs, zum Beispiel aus den Tabellen dieser Seite, und plant die Wiederholungenkostenlos; Premium derzeit gratis bis Ende 2027 (Stand: 23.10.2026)neue App mit erst 4 Bewertungen im deutschen App Store; einen fertigen Hiragana-Stapel verspricht sie nicht
Kana - hiragana + katakanaTabellen, Ton zu jedem Zeichen, Schreiben mit dem Finger, Strichfolge, Quiz, auf Deutschkostenlos mit Werbung; ohne Werbung 1,99 €, Zusatzfunktionen 2,99 € (Stand: 23.10.2026)nur für das iPhone
NHK WORLD-JAPAN, Easy JapaneseHiragana-Tabelle mit Ton zu jedem Zeichen und PDF zum Ausdruckenkostenlosnicht auf Deutsch (die verlinkte Seite ist auf Englisch); plant keine Wiederholungen

Vorsicht bei App-Listen, die jedes Jahr nur das Datum ändern. Mehrere gut bewertete Kana-Apps wurden seit über einem Jahr nicht aktualisiert, etwa MARU (letztes Update im August 2024) oder „Kana - Hiragana and Katakana“ von App to Learn (August 2025). Weitere Apps findest du in unserem Vergleich der Karteikarten-Apps für Japanisch (auf Englisch).

Und nach den Hiragana?

Als Nächstes kommen die Katakana. Sie stehen für dieselben Laute und werden vor allem für Wörter aus anderen Sprachen benutzt, etwa テレビ (terebi, Fernseher). Der Plan oben funktioniert auch dafür, nur schneller, weil du die Laute schon kennst. Danach folgen Kanji und Wortschatz, und da geht es um Tausende Karten. Ohne feste Wiederholungstermine verlierst du dabei schnell den Überblick. Wie du Vokabeln mit Karteikarten so lernst, dass sie hängen bleiben, zeigt unser Artikel Vokabeln lernen mit Karteikarten.

Wenn du die Tabellen nicht von Hand abschreiben willst, füg sie in Mindomax ein: Die App macht daraus Karteikarten und plant die Wiederholungen, und du kannst sie kostenlos ausprobieren.

Häufige Fragen

Wie viele Hiragana gibt es?

46 Grundzeichen. Mit Dakuten und Handakuten kommen 25 dazu (が, ぱ ...), und mit den kleinen ゃ, ゅ und ょ entstehen 33 Kombinationen wie きょ. Die alten Zeichen ゐ und ゑ stehen noch in manchen Tabellen, werden aber nicht mehr benutzt.

Wie lange dauert es, Hiragana zu lernen?

Einmal durchgehen kannst du die 46 Zeichen an einem Tag. Damit du sie ohne Zögern erkennst, rechne mit etwa zwei Wochen kurzer Wiederholungen, wie im Plan oben. Ohne Wiederholung ist ein großer Teil nach zwei Wochen wieder weg, auch mit guten Eselsbrücken.

Was ist der Unterschied zwischen Hiragana und Katakana?

Beide Schriften stehen für dieselben Laute. Hiragana nimmt man für japanische Wörter, Partikel und Endungen, Katakana für Wörter aus anderen Sprachen, ausländische Namen und zur Betonung, ähnlich wie bei uns die Kursivschrift.

Was sollte man zuerst lernen, Hiragana oder Katakana?

Hiragana. Sie sind viel häufiger: In unserer Zählung waren 41 bis 64 % aller Schriftzeichen Hiragana, aber nur 7,5 bis 16,5 % Katakana. Die Katakana gehen danach schneller, weil du die Laute schon kennst.

Wann verwendet man Hiragana?

Für Partikel wie は, を und に, für die Endungen von Verben und Adjektiven hinter dem Kanji (食べました), für Wörter ohne Kanji oder mit sehr seltenen Kanji und als Furigana über schwierigen Kanji. Kinderbücher und Lehrbücher für Anfänger sind oft ganz in Hiragana geschrieben.

Muss ich Hiragana auch schreiben können?

Zum Lesen reicht es, die Zeichen zu erkennen. Sie ein paar Mal von Hand zu schreiben hilft aber, Form und Strichfolge zu behalten. In einer Studie lernten Anfänger, die die Strichfolge als Animation sahen, das Schreiben sogar ohne eigenen Schreibunterricht.

Kann ich Hiragana mit Rōmaji lernen?

Am ersten Tag hilft die Umschrift beim Lesen der Tabelle, danach kaum noch. Eine Studie mit 61 Anfängern fand keinen Vorteil, wenn Wörter zusätzlich in Rōmaji gezeigt wurden. Wer mehr mit den Tonaufnahmen übte, behielt mehr.